Sprechen wir über die Stadt der Zukunft. Wie wollen wir im urbanen Raum leben, wohnen, arbeiten? Die Debatte nimmt ihren Anfang am Schwabinger Tor in München. Hier hat die Jost Hurler Gruppe ein Quartier urbane Zukunft realisiert. Gespräch und Lesung wechseln sich ab.

Kommunikationsexpertin Jacqueline Althaller und Zukunftsforscher Michael Carl sind im Gespräch mit Gästen. In jeder zweiten Folge lesen wir Texte der Menschen, die das Schwabinger Tor zu einem Stück urbane Zukunft gemacht haben.


Folge 1 – Die resiliente Stadt

Gesa Ziemer zeigt die Zukunft der Stadt – und das sehr konkret. Am City Science Lab in Hamburg entwickelt sie Tools, um Konsequenzen von Entscheidungen aufzuzeigen. Wenn wir dort eine neues S-Bahn-Gleis verlegen, hier eine Unterkunft für 300 Geflüchtete bauen, was geschieht dann?

Ziemer sagt: Ob eine Stadt ästhetisch ansprechend ist, ist nicht wirklich wichtig. Eine Stadt muss funktionieren, wir brauchen die resiliente Stadt. Im Gespräch mit Michael Carl und Jacqueline Althaller.


Folge 2 – Die Idee von Stadt entwickeln

Das Schwabinger Tor in München steht auf dem Gelände des ehemaligen Münchner Großmarkts. Das vernachlässigte Areal in lebens- und liebenswerten Wohn- und Grünraum zu verwandeln, war oft ein hart umkämpfter Prozess. Der hat sich gelohnt, finden die Beteiligten im Rückblick.

Wie aus einer Vision ein neues Stück Schwabing wurde: Andreas Garkisch von 03 Architekten und Robert Wenk, Mitinhaber von ver.de Landschaftsarchitektur, haben ihre Erfahrungen in sehr persönlichen Texten reflektiert. In dieser Folge hören Sie eine nachgesprochene Collage daraus.


Folge 3 – Die mobile Stadt

Daniela Bohlinger ist Head of „Sustainability in Design“ bei der BMW Group. Nachhaltigkeit und Verantwortung beginnt für sie schon in Planung von neuen Produkten – bei Automobilen wie beim Umfeld der Mobilität: dem urbanen Raum.

Bohlinger sagt: Mobilität kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadt der Zukunft leisten. Und Mobilität, das ist mehr als neue Fahrzeuge. Die Mobilität muss auf Dauer flexibel sein und sich an die Bedürfnisse der Bewohner und der Umwelt anpassen können. Erst dann können wir von Nachhaltigkeit in einem zeitgemäßen Sinne sprechen. Ob das in heutigen Städten überhaupt realisierbar ist? Im Gespräch am Schwabinger Tor in München mit Michael Carl und Jacqueline Althaller.


Folge 4 – Architektur als Lebensqualität

Städtebau der Zukunft wird viel stärker unter den Aspekten Raum, Teilhabe, Architektur Energieeffizienz und Infrastruktur gedacht werden müssen – und deren Kombination. Gerade Wohn- und Lebensqualität wird von vielen Menschen vor allem in Form von ausreichend Raum und Teilhabe wahrgenommen. Das Quartier Schwabinger Tor in München will hier neue Möglichkeiten erschließen.

Ein Deep Dive in das Schwabinger Tor: Wie kann Lebensqualität in der Stadt der Zukunft erhalten und ausgebaut werden? Prof. Dr. Elisabeth Merk, Architektin und seit 13 Jahren Stadtbaurätin in München, und Max Dudler, mehrfach international ausgezeichneter Architekt, reflektieren in persönlichen Texten ihre Visionen einer lebenswerten Stadt der Zukunft und bringen diese in Einklang mit der individuellen Stadtgeschichte. Sie hören eine nachgesprochene Collage aus diesen Texten.


Folge 5 – Klang und Raum der Stadt öffnen

Der Blick des Künstlers auf den urbanen Raum stellt unser gängiges Bild in Frage. Die Stadt ist voll, sie ist laut, bietet kaum Raum zum Atmen und Leben, für Kreativität und Entwicklung – oder ist nur unsere Wahrnehmung eingeschränkt? Der Münchner Künstler Emanuel Mooner sucht die übersehenen Ecken und überhörten Klänge der Stadt. Fast forschend erweitert er mit seinen Projekten unsere Perspektive. Emanuel Mooner im Gespräch mit Jacqueline Althaller und Michael Carl.

Schon 2016 war Emanuel Mooner am Schwabinger Tor tätig. Auch hier ging es um die verkannten Räume im urbanen Raum, als Teil der Ausstellung „Unort Tiefgarage“.


Folge 6 – Die Entstehung eines lebendigen Quartiers

Zukunftsorientierte Planungskultur im Städtebau bedeutet, die Stadt als lebendigen Raum zu sehen und nicht als Platz für beliebiges Wohnen. Sich öffnende Freiräume gehören ebenso dazu wie eine organische Mischung aus Gewerbe, Gastronomie, Büros und Wohnen – und das im steten Dialog auf Augenhöhe mit den Bewohnern. So entstand das Quartier Schwabinger Tor: als Gemeinschaftsprojekt von Wirtschaft und Leben.

Ein Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Schwabinger Tors: Wie wurde aus brachliegenden Räumen ein attraktives Quartier zum Arbeiten, Wohnen und Leben? Thomas Rehn, Stadtplaner und langjähriger Abteilungsleiter der Bauaufsicht der Stadt München, und Werner Lederer-Piloty, Architekt und Vorsitzender des Bezirksausschusses Schwabing-Freimann, erinnern sich in persönlichen Texten an die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte des modernen Stadtquartiers mit Vorbildcharakter. Sie hören eine nachgesprochene Collage aus diesen Texten.